Tempelhof Projekt
Orientierungssystem Außenbereich

Mit ei­ner Ge­samt­flä­che von 300.000 qm ge­hört das denk­mal­ge­schütz­te Flug­ha­fen­ge­bäu­de Tem­pel­hof noch im­mer zu den größ­ten Bau­wer­ken der Welt. Seit 2009 wur­de der Flug­be­trieb ein­ge­stellt und das Ge­bäu­de wird als Büro- und Event­flä­che ver­mie­tet. Mo­ni­teurs er­stell­te 2013 das Kon­zept für ein über­grei­fen­des Leit- und Ori­en­tie­rungs­sys­tem für den Au­ßen­be­reich, in­klu­si­ve Flug­feld. Die Pla­nung für das Flug­ha­fen­ge­bäu­de wur­de 2016 um­ge­setzt. Die Schil­der­fa­mi­lie ist ein­fach und ro­bust und in­te­griert sich gut in den öf­fent­li­chen Raum. Das ex­trem kom­ple­xes Ge­län­de und des­sen Zu­we­gung wur­den klar struk­tu­riert und In­for­ma­ti­ons­hier­achi­en her­aus­ge­ar­bei­tet.

Tem­pel­ho­fer Flug­ha­fen

Leit- und Ori­en­tie­rungs­sys­tem

Ber­lin 2016

Auf­trag­ge­ber

Land Ber­lin, ver­tre­ten durch die Tem­pel­hof Pro­jekt GmbH

Leis­tung

Überg­rei­fen­de Kon­zep­ti­on für den Au­ßen­be­reich des ehe­ma­li­gen Flug­ha­fen­ge­bäu­des und des Flug­fel­des

Pla­nung und Um­set­zung

Ge­sam­tes Are­al im Um­feld des Flug­ha­fen­ge­bäu­des

Ge­bäu­de­flä­che

300.000 qm

Fo­tos

Ste­fan Schil­ling

Ge­för­dert

aus Mit­teln der Ge­mein­schafts­auf­ga­be „Ver­bes­se­rung der re­gio­na­len Wirt­schafts­struk­tur“ (GRW) und des Lan­des Ber­lin

Auf dem sehr großen Areal ist besonders wichtig, jederzeit zu wissen, wo man sich befindet, hier mit dem roten Pfeil deutlich markiert.

Gliederung der Zielpunkte durch Farbe, die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel wurde in das Konzept mit einbezogen

Mieterlogos werden im Hinblick auf eine gleichwertige Präsenz und mit dem Ziel eines homogenen Erscheinungsbildes einfarbig dargestellt. Die Modulbauweise ermöglicht ein einfaches Ergänzen von neuen Mietern.

Informationsarchitektur: Die axiale Aufteilung des Gebäudes in Flügel 1 und Flügel 2 wird deutlich kommuniziert. Historische Gebäudebezeichnungen z.B. Turm 7 oder Kopfbau Ost werden beibehalten. Somit wird den Anforderungen des Denkmalschutzes entsprochen und das neue Leitsystem ist kompatibel mit vorhandenem Planmaterial.

Eine Anforderung war Barrierefreiheit. Der Übersichtplan wird immer mit taktilen Plänen ergänzt. Die taktilen Pläne wurden mit Braille- und Pyramidenschrift ausgeführt (Ausführung: Firma Meng). Die Form eines Pultes ermöglicht leicht Zugänglichkeit für Rollstuhlfahrer, die Schräge macht das Ertasten bequemer.

Modulares Schildersystem
Die Schilder basieren auf einem modularen System. So kann je nach Anforderung und Inhaltsmenge der Schildtyp gewählt und individuell mit den Modulen bestückt werden. Das hat den Vorteil, dass auf Änderungen in der Kennzeichnung (z.B. Mieterwechsel), neuen Nutzungen oder bei Beschädigung einzelne Module ausgetauscht, oder gewechselt werden können. So bleibt das System trotz gleichbleibenden Erscheinungsbildes flexibel und kostengünstig im Unterhalt.