E-Werk
Orientierungssystem

Das alte Elek­tri­zi­täts­werk in der Ber­li­ner Stadt­mit­te ist heu­te eine der be­kann­tes­ten Event­lo­ca­ti­ons Ber­lins und bie­tet zu­gleich Bü­ro­flä­chen für gro­ße Kon­fe­ren­zen. Die­se un­ter­schied­li­che Nut­zung – bei Tag und bei Nacht, für se­riö­se Ta­gun­gen eben­so wie für gla­mou­rö­se Fei­ern – spie­gelt die Ge­stal­tung des Ori­en­tie­rungs­sys­tems wi­der. Aus­ge­hend von den The­men „Elek­tri­zi­tät“, „Licht“ und „Lei­ter­plat­ten“ ent­wi­ckel­te Mo­ni­teurs eine Schrift, de­ren Mehr­fach-Kon­tu­rie­rung an ty­pi­sche Leucht­re­kla­men er­in­nert. Auf gel­be Acryl­plat­ten gra­viert, ver­stär­ken die Buch­sta­ben das Selbst­leuch­ten des Ma­te­ri­als. Zu­gleich bleibt der Ent­wurf so mi­ni­ma­lis­tisch, dass er auch in den Kon­fe­renz­räu­men des E-Werks funk­tio­niert – und die be­son­de­re Aus­strah­lung der In­dus­trie­ar­chi­tek­tur un­ter­streicht.

ewerk

Leit- und Ori­en­tie­rungs­sys­tem
In­nen­be­reich

Ber­lin 2010

Auf­trag­ge­ber

SPM Real Es­ta­te GmbH

Ar­chi­tek­tur

Hans Hein­rich Mül­ler (1928)
HSH Ho­yer Schin­de­le Hirschmül­ler
(Sa­nie­rung und Um­bau ei­nes In­dus­trie­denk­mals)

Flä­che

13.000 qm

Foto ewerk GmbH

Die Schrift „Diva“ entwickelte Moniteurs so weiter, dass sie eine stärkere Binnenkonturierung bekam – in Anlehnung an alte Leuchtreklamen, bei denen mehrere parallel laufende Neonröhren das Licht verstärken. In moderner Anmutung sind hier nicht alle Konturen komplett ausgefüllt, sondern bewusst Lücken gelassen.

Der Entwurf erlaubt vielfältige Varianten: So gibt es neben unbeleuchteten Schildern auch solche mit LED. Schilder, die man für bestimmte Events individuell bestücken kann, erlauben größtmögliche Flexibilität.